Das sind Sprüche, die noch vor ein paar Jahrzehnten in der "Vereinsmeierei" Gültigkeit hatten.
Da wurden die meisten Vereine ganz einfach noch von den Mitgliedern getragen und hatten eine ganz andere soziale Aufgabe als sie es in der heutigen Zeit haben.
Mittlerweile sind viele Vereine zu Wirtschaftsunternehmen geworden, die mehrere hunderttausend oder Millionen EURO umsetzen. Deshalb müssen auch die ganzen Vereinsstrukturen immer mehr in Frage gestellt werden.
Früher gab's da halt den Vorstand etc., die Kameraden haben die Arbeit unter sich aufgeteilt. Heute geht aber ab einer gewissen Grösse nichts mehr ohne Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter. Heute ist aufgrund des "neuen Zeitgeistes" kaum noch einer zur ehrenamtlichen Mitarbeit bereit. Ohne Moos - nix los.
Im Fussball z.B. werden ja in den unteren Amateurklassen schon "Spielergehälter" gezahlt, auch wenn's dann Fahrtkostenerstattung oder sonst was heisst. Da geht der (schlechte) Witz eigentlich schon los. Papierkrieg, Sicherheitsauflagen und viel anderer Schwachsinn tun ein übriges um die Vereine immer mehr vom ursprünglichen Vereinswesen zu entfernen.
Wie auch immer, man muss erst einmal genügend fähige Leute finden, die bereit sind sich ehrenamtlich (ohne Entgelt) für einen Verein zu engagieren bevor man herum tönt wer denn da alles raus muss!
Zwischenmenschliche Beziehungen gingen natürlich in den letzten Jahren auch immer mehr in den Vereinen verloren. Ein, wie bei uns, fehlendes Vereinsheim tut dann noch ein übriges dafür, dass nach den Spielen etc. jeder seines Weges geht ... sofern er/sie nicht VIP oder VIP-VIP oder VIP³ ist.
Das "gemeine Volk" steht dann draussen vor der Tür.
"Wolle ma se reulosse??" ... Manche denken doch ... besser nicht!
*** Narhalla Marsch! ***
